Fichtenharzsalbe

Liebe Freunde, Druiden, Hexer, Zauberer, Magier, Ethnobotaniker, Kräuterheilkundige, Neugierige und Interessierte :) Heute hab ich den Sonntag genutzt, eine Zaubersalbe zu mischen. Bei Gelenkprobleme, Rückenschmerzen, Überlastung und weiteres kann man sie gut nutzen, aber auch gut bei Erkältung. Es ist irgendwie eine Multisalbe, sogenannter Allrounder.

 

Zutaten für die Salbe: Fichtenharz, Sheabutter, Japanisches Minzöl, Teebaumöl und Propolis

Also zunächst mal das wichtigste: WENN ihr selbst Fichtenharz sammeln wollt, bitte kratzt nicht auf Bäumen mit Metallgegenständen herum! Lange Schraube, Schnitzmesser, Buttermesser, Gabel, kleiner Löffel… was ich da schon alles gesehen habe… aus Metall ist absolut FALSCH!!! Das Gesetz dazu lautet: Holz auf Holz! Bitte nehmt NUR etwas aus Holz! Bambus oder einfach ein Stück gefundener angespitzter Stock ist am besten.

Und es geht los: Das Fichtenharz wird sozusagen „gereinigt“, wobei es da ein Paar Grundregeln zu beachten gibt: Desto weniger Verarbeitungsschritte desto besser! Also erhitze ich sanft und langsam das Fichtenharz in einem Glas im Wasserbad, bis es zähflüssig ist und ich es gut rühren kann und streiche es dann auf Backpaper aus, damit es schnell abkühlt. Ich kann das Harz danach sehr gut Pulverisieren, denn das ist die Konsistenz wie ich sie haben will für die Salbe. Es ist die mildeste Verarbeitung vom Harz und so verbleiben die meisten Inhaltsstoffe erhalten.

Die Sheabutter erhitze ich ebenfalls ein wenig damit sie flüssig wird und hinzufüge ein wenig Propolis, wie gewünscht Tropfen Teebaumöl und einige Tropfen japanisches Minzöl.

So jetzt kommt es: natürlich kann ich jetzt nicht einfach mal das Fichtenharz hinein-rühren :D. Wenn ich gewollt hätte, dass es sich mit der Sheabutter verbindet, hätte ich es vorbehandeln müssen. Und unbehandelt wird es zusammenklumpen! Aber ich kann zunächst die Sheabutter etwas abkühlen lassen, und dann langsam das Pulver durch ein Sieb in die Sheabutter hinein-rühren. Immer nur sehr wenig Pulver hinein-sieben und parallel gut rühren. So kann ich reichlich Fichtenpulver einmischen und bekommen es tatsächlich gut in die Sheabutter verteilt, ohne dass es verklumpt. Dann warten und wieder umrühren… so lange bis das Pulver gut verteilt ist. Es gibt einen Moment des Abkühlens ab wann das Pulver nicht mehr zum Boden fällt. Den Punkt warte ich ab und rühre dann nochmal um.

Nun haben wir ja das Harz nicht gesiebt und die kleinen Stückchen aus Holz oder ähnlich sind noch drin. Das ist aber gut so, denn dadurch bekommt die Salbe ein Peeling-Effekt und wir können die Haut besser massieren bzw. reizen, damit die Inhaltsstoffe besser in die Haut eindringen. Es ist also gewünscht, das Harz nicht zu sieben.

Fertig! Fantastische salbe, die sehr sehr stark wirkt und sich vor Allem an den sehr starken Fichtenbäumen richtet. Die Konsistenz bleibt gut Cremig durch die Sheabutter und leicht aufzutragen.

 

Wenn ihr dazu Fragen habt, stellt sie, ich freue mich sehr über Kommentare und Ideen bzw. eure Varianten. Ich liebe es mit Harzen zu arbeiten. :)

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